Projekte

Gemeinsame Projekte der Partner des Kompetenznetzwerks finden Sie an dieser Stelle.

Orientierungs- und Prozessqualität in Schweizer Kindertagesstätten und deren Auswirkungen auf das kindliche Wohlbefinden

Pädagogische Qualität in Kindertagesstätten ist bedeutsam für das kindliche Wohlbefinden und Kompetenzentwicklung.

Insbesondere die Prozessqualität (Fachpersonen-Kind Interaktion) hat sich als relevanter Faktor erwiesen. Negative Prozessqualität kann demnach ein Stressor für die Kinder sein; gute Prozessqualität kann aber auch kompensatorisch wirken, z.B. gegenüber familiären Belastungen und Risiken. In einer Beobachtungsstudie in etwa 80 Schweizer Kindertagesstätten soll der Zusammenhang zwischen Orientierungsqualität (pädagogische Haltungen der Fachpersonen) und Prozessqualität (beobachtete Fachpersonen-Kind Interaktion) untersucht werden. Für die Studie kommen der von uns entwickelte ORA-Fragebogen (Herrmann & Perren, 2014) und das international validierte Beobachtungsverfahren CLASS toddler (Paro, Hamre, & Pianta, 2012) zum Einsatz. Im Rahmen dieser Studie wird zudem in Zusammenarbeit mit der Splashy-Studie untersucht, ob es Zusammenhänge zwischen der pädagogischen Qualität und kindlicher Gesundheit und Stresserleben gibt.

Die Studie wird von der Jacobs Foundation finanziell unterstützt und wird in Zusammenarbeit mit der Splashy-Studie (Swiss Preschoolers' Health Study; SNF-Sinergia: Puder, Munsch, Kriemler & Jenni) durchgeführt.

Projektleitung: Prof. Dr. Sonja Perren
Projektmitarbeitende: Doris Frei, M.A. (Marie Meierhofer Institut für das Kind), Lisa Milch, Esther Hartmann-Conrad

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Evaluation des Projekts "Kinderkrippe Säntisstrolche: Früh - gemeinsam und stark"

Im Rahmen dieses Evaluationsprojekt wird das Projekt "Kinderkrippe Säntisstrolche: Früh - gemeinsam und stark" (SkF Konstanz e.V., gefördert von Stiftung Kinderland BW) wissenschaftlich begleitet.

Im Fokus der Evaluation steht die Frage, welche der neu implementierten Massnahmen und Projektbausteine (Einbezug des heilpädagogischen Fachdiensts, Elternbildung, Fortbildung der MitarbeiterInnen, Rhythmikangebot für die Kinder) aus Sicht der Eltern und Fachpersonen am hilfreichsten sind (d.h. die beste Wirkung für die Kinder haben). Es handelt sich hierbei um eine formative Evaluation, welche mit deskriptiven und qualitativen methodischen Ansätzen arbeitet.

Projektleitung: Dr. Fabio Sticca & Prof. Dr. Sonja Perren
Projektmitarbeiterinnen: Selina Geiger, Bettina Helmer & Carina Schlegel

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Innensicht von Migrationsfamilien

Empfehlungen von Migrationsfamilien zuhanden Fachpersonen zur Unterstützung der sozialen Integration und Bildungsentwicklung von Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind hinsichtlich ihrer Bildungsentwicklung und sozialen Integration häufig benachteiligt. Zielgruppengerechte Angebote für Eltern sollen dieser Herausforderung begegnen. Die Pädagogische Hochschule Thurgau untersucht, welche Bedürfnisse die Familien haben und wie sie solche Angebote wahrnehmen, um daraus schliesslich Empfehlungen abzuleiten.

In der Diskussion um die Behebung der Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund in Bezug auf ihre Bildungsentwicklung und soziale Integration werden die Ursachen kontrovers diskutiert (vgl. z.B. EKFF, 2008; Ramsauer, 2011). Ansatzpunkte für Veränderungen werden häufig bei den Eltern und ihren Unterstützungsmöglichkeiten gesehen. Insgesamt scheint jedoch nicht geklärt, welche Rolle die Eltern in diesem Zusammenhang einnehmen können und welchen Unterstützungsbedarf sie selbst sehen. Die empirische Basis bezüglich der Herausforderungen und Bedürfnisse aus Sicht von Familien mit Migrationshintergrund ist diesbezüglich aktuell dürftig (vgl. EDK 2010).

Diese Lücke soll mit dem von der Stiftung Mercator Schweiz geförderten Forschungsprojekt geschlossen werden. Es werden Eltern und Experten mit Migrationshintergrund zu ihrer Sicht auf Herausforderungen und Unterstützungsbedarf in Bezug auf die soziale Integration und Bildungsentwicklung ihrer Kinder und Jugendlichen befragt.

Methodisch werden qualitative Interviews mit verschiedenen Migrantengruppen durchgeführt mit dem Ziel, Hinweise zu erhalten, welche Bedürfnisse Eltern in verschiedenen Entwicklungsphasen ihrer Kinder haben. Auf dieser Grundlage können für und in der Praxis Unterstützungsmöglichkeiten und -angebote darauf abgestimmt entwickelt und bereitgestellt werden. Ein weiteres Ziel ist die Sensibilisierung und differenzierte Vorbereitung von pädagogischen Fachpersonen in der Ausbildung für die Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund.

In dem breit abgestützten Forschungsprojekt sind sowohl Fachpersonen (Dozierende und Forschende) verschiedener Entwicklungs- und Zielstufen als auch Studierende der entsprechenden Studiengänge involviert.

Laufzeit: 08/2014 - 10/2016
Finanzierung: Stiftung Mercator Schweiz | Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Familienfragen Kanton Thurgau | Pädagogische Hochschule Thurgau
Bearbeitung: Carmen Kosorok Labhart, Dora Luginbühl, Angelika Schöllhorn

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