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Ringvorlesung 24.11.2021 «Früherkennung von Gewalt in der frühen Kindheit»

30.11.2021

In der Online-Ringvorlesung der Reihe «Forschung und Praxis in der Frühen Kindheit» referierte Sabine Brunner, Psychologin und Psychotherapeutin, Marie Meierhofer Institut für das Kind, Zürich, am 24.11.2021 zum Thema der Früherkennung von Gewalt in der frühen Kindheit. Dabei bildete das Wohl des Kindes den Ausgangspunkt der Überlegungen zum Schutz eines (jungen) Kindes und zu dessen möglicher Gefährdung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Carine Burkhardt Bossi, Leiterin Masterstudiengang und Bereich Frühe Kindheit der Pädagogischen Hochschule Thurgau.

Im Vortrag mit dem Titel «Frühe Kindheit im Fokus von Kinderschutzüberlegungen» wurde darauf hingewiesen, dass die Schutzbedürftigkeit in der frühen Kindheit besonders hoch sei und die Gefährdung gerade vom nahen Umfeld ausgehen könne. Die ganz individuelle, spezifische Lebenssituation eines jeden Kindes und dessen Familie gilt es dabei möglichst mehrperspektivisch zu betrachten. Einerseits erfordert dies klare Haltungen in Bezug darauf, wann die Grenzen zu einer Gefährdung erreicht sind und ein Handeln nötig wird, und andererseits müssen Einschätzungen immer auch kritisch reflektiert werden, und zwar sowohl mit einer Selbsthinterfragung als auch vor dem Hintergrund gesellschafts- und kulturspezifischer Überlegungen. Diese Spannungsfelder wurden im Vortrag eindrücklich aufgezeigt.

Die Präsentation ist hier aufgeschaltet.

Die nächste Ringvorlesung findet am Mittwoch, 26. Januar 2022, von18:30 bis 19:30 Uhr online statt.

Der Referent Martin Hafen, Hochschule Luzern, wird einen Vortrag zum Thema «Familienzentrierte Vernetzung im Frühbereich» halten.

Text: Prof. Dr. Carine Burkhardt Bossi

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