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Veranstaltungen des Kompetenznetzwerks Frühe Kindheit

Herbstmeeting

Seit einigen Jahren treffen sich die Partner des Kompetenznetzwerks Frühe Kindheit am Herbstmeeting, um Personen und Wissen im Bereich der frühen Kindheit miteinander zu vernetzen. Das Netzwerktreffen wird jedes Jahr bei einer anderen Partnerorganisation abgehalten, um das Wissen über und die Zusammenarbeit mit der jeweiligen Partnerinstitution zu stärken.

Das Herbstmeeting des Kompetenznetzwerks Frühe Kindheit befasste sich dieses Jahr am 21. November 2019 mit der frühen Förderung in der Zeit von Schwangerschaft, Geburt und den ersten Lebensjahren des Kindes: «Too much, too soon — too late, too little» — Wann greifen wir ein? lautete das Thema der Tagung.

 

Ringvorlesung Forschung und Praxis in der Frühen Kindheit

Das Kompetenznetzwerk Frühe Kindheit lädt zweimal pro Semester zur abendlichen Ringvorlesung zu einem thematischen Schwerpunkt im Feld der frühen Kindheit ein. Die Ringvorlesungen finden abwechselnd in den Räumlichkeiten der PHTG und der Uni Konstanz statt.
Übergeordnetes Ziel der Veranstaltung ist es, die anwesenden Referierenden aus dem Kontext des Kompetenznetzwerkes mit den Studierenden des Masterstudiengangs Frühe Kindheit in Austausch zu bringen. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen. Die Ringvorlesungen erfolgen regelmässig jeden letzten Mittwoch in den Monaten Januar, April, Juni und November.


Nächste Ringvorlesung:

Einladung zur Ringvorlesung «Inklusive frühkindliche Bildung: Wie ist der Stand in China und in der Schweiz?»

Das Kompetenznetzwerk Frühe Kindheit lädt zur nächsten Ringvorlesung der Reihe «Forschung und Praxis in der Frühen Kindheit» ein.

Mittwoch, 29. Januar 2020 | 18.30–20.00 Uhr | Universität Konstanz | P 602

Das Schwerpunktthema «Inklusive frühkindliche Bildung: Wie ist der Stand in China und in der Schweiz?» wird von Carine Burkhardt Bossi moderiert und beinhaltet zwei Beiträge:

(1) «Frühkindliche Integration in China: Von der Politik zur Praxis»

Inklusive Bildung ist ein globaler Trend, der die Idee verfolgt, Kindern unabhängig von ihrer Fähigkeit, ihrem Geschlecht und ihrer ethnischen oder kulturellen Herkunft gleiche Ressourcen, Beteiligungs- und Lernmöglichkeiten zu bieten. Obwohl Inklusion als internationales Phänomen diskutiert wird, ist es wichtig, auch die Unterschiede in ihrer Bedeutung in den verschiedenen Bildungssystemen zu verstehen und zu untersuchen, wie sie in einem bestimmten historischen, sozialen und kulturellen Kontext verstanden und praktiziert wird. In China wird die frühkindliche Inklusion seit fast 20 Jahren durch das Gesetz über den Schutz von Menschen mit Behinderungen (National People's Congress, 1990) und die Bildungsrichtlinien für Menschen mit Behinderungen (Nationales Bildungskomitee der Volksrepublik China, 1994) unterstützt. Ähnlich wie in vielen anderen Ländern steht China vor der Herausforderung, Inklusion auf nachhaltigem Niveau umzusetzen. Der Fokus dieses Vortrags ist auf die in China herausgegebenen Inklusionsrichtlinien und die Herausforderungen bei der Umsetzung der Inklusion gerichtet.

Referentin

Dr. des. Run Tan, Vertretungsprofessur «Juniorprofessur für Unterrichtsforschung mit Schwerpunkt Heterogenität», Universität Konstanz

(2) «Inklusive frühkindliche Bildung: Wo stehen wir in der Schweiz?»

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurde 2006 durch die Generalversammlung der UNO verabschiedet und trat im Jahr 2008 in Kraft. Die Schweiz hat die UN-BRK im April 2014 ratifiziert, wonach sie im Mai 2014 auch in der Schweiz in Kraft getreten ist. Mit ihrem Beitritt zum Übereinkommen verpflichtete sich die Schweiz, «Hindernisse zu beheben, mit denen Menschen mit Behinderungen konfrontiert sind, sie gegen Diskriminierungen zu schützen und ihre Inklusion und ihre Gleichstellung in der Gesellschaft zu fördern» (Information auf der Website des Eidgenössischen Departements des Inneren zur UN-BRK).

Seitdem ist das Thema der Inklusion von Menschen mit Behinderungen nicht nur zu einem wissenschaftlich, sondern auch zu einem politisch und gesellschaftlich hoch aktuellen Thema avanciert. Insbesondere im Bildungsbereich wurde das mit Paragraf 24 (Inklusive Bildung) zusammenhängende Recht auf inklusive, hochwertige Bildung für alle gemeinsam mit anderen aufgegriffen. Obwohl die Bedeutung der frühen Bildung für die Stärkung inklusiver Haltungen und Praktiken und damit einhergehend einer inklusiven Bildung und einer inklusiven Gesellschaft immer wieder hervorgehoben wird, war das Echo in Bezug auf den Frühbereich im Verhältnis etwa zum Schulbereich relativ schwach.

Im Vortrag geht es darum, die theoretische, rechtliche und normative Idee von Inklusion darzulegen, die unterschiedlichen Lesarten von «Inklusion» von einem engen bis hin zu einem sehr weiten Verständnis aufzuzeigen und kurz auf die aktuelle Situation in der Schweiz einzugehen. Dazu wird in einem ersten Schritt eine kurze Einführung in die rechtliche Dimension der UN-BRK und in die normative Idee der Inklusion gegeben und es werden einige theoretische Positionen schlaglichtartig dargelegt. In einem zweiten Schritt wird auf einige Aspekte von Inklusion im Frühbereich eingegangen. In einem letzten Schritt soll dann kurz der aktuelle Stand inklusiver Bemühungen am Beispiel der Verortung der heilpädagogischen Früherziehung im Kontext einer frühen Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz aufgezeigt werden.

Referentin

Prof. Dr. Diana Sahrai, Leitung Professur für Soziales Lernen unter erschwerten Bedingungen, Pädagogische Hochschule FHNW

Das übergeordnete Ziel der Veranstaltungen besteht darin, die anwesenden Referierenden aus dem Kontext des Kompetenznetzwerks mit den Studierenden des Masterstudiengangs Frühe Kindheit in Austausch zu bringen. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen. Die Ringvorlesungen finden regelmässig jeweils am letzten Mittwoch der Monate Januar, April, Juni und November statt.

Übernächste Ringvorlesung:

Mittwoch, 29. April 2020, 18.30–20.00 Uhr, Pädagogische Hochschule Thurgau


Diana Alves
Sachbearbeiterin Kompetenznetzwerk Frühe Kindheit
+41 (0)71 678 56 33E-Mail
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