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Mehsprachigkeit und Literalität in der Kindertagesstätte

Ein Forschungsprojekt in einem marginalisierten Stadtviertel

Frühe sprachliche Bildung soll für Kinder mit Migrationshintergrund mehr Chancengleichheit bringen. Doch wenig ist über die Frage bekannt: Wie gehen Erziehernde und Kinder mit der Sprachenvielfalt in einer Kindergruppe in einem von Migration geprägten Stadtviertel um? Welche Möglichkeiten zur Teilhabe an Literalität, also an Schriftkultur und -sprache, gibt es? Ziel der erziehungswissenschaftlichen Dissertation von Evamaria Zettl ist es, Antworten auf diese Fragen zu finden. In einer Kita in einem marginalisierten deutschen Quartier wurden qualitativethnografische Daten erhoben. Auf Mehrsprachigkeit bezogen zeigt sich: Familiensprachen werden zum Teil verboten, zum Teil wertschätzend herausgehoben; hier spiegeln sich widersprüchliche Konzepte aus der Bildungspolitik, die Mehrsprachigkeit als Defizit beziehungsweise als Ressource darstellen. Literalität ist unterschiedlich gut alltagsintegriert: Lesen und Schreiben auf der Ein-Wort-Ebene ist gut im Kita-Alltag verankert; Geschichten, durch Vorlesen oder Erzählen präsentiert, sind seltener. Die Arbeit schliesst mit Hinweisen für die Praxis zum wertschätzenden Umgang mit Mehrsprachigkeit und zur Verankerung von Literalität in vorschulischen Bildungseinrichtungen.

ProjektleitungEvamaria Zettl

Projektleitung
Evamaria Zettl

Finanzierung
Ünterstützung durch die Dozierendenforschung der PHTG

Laufzeit
2011–2013, Publikation 2019

Auskunft
Evamaria Zettl

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