Menü

Weiterbildungsstudiengänge

Mit einem Weiterbildungsstudiengang spezialisieren und vertiefen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem bestimmten Themenfeld. Sie setzen Schwerpunkte und qualifizieren sich damit für neue Aufgaben. Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zu unseren zwei CAS Weiterbildungsstudiengänge im Detail erläutert und einen Ausblick auf den geplanten MAS Professionelles Handeln in der Frühen Kindheit.

CAS Pädagogik der Frühen Kindheit

Leitidee

Im Umgang mit kindlichen und familiären Situationen ist das fundierte Verständnis für den individuellen Fall von zentraler Bedeutung. Mit der Methode des Fallverstehens werden vier Perspektiven eingenommen: Kind, Eltern/Familie, Fachperson/Institution und Gesellschaft.
Der einzelne Fall wird durch die unterschiedlichen Blickwinkel ganzheitlich und ressourcenorientiert betrachtet, handlungsorientierte Schlussfolgerungen werden abgeleitet und neue Möglichkeiten daraus für den Berufsalltag entwickelt.

Die im CAS erworbenen Grundlagenkompetenzen vermitteln Sicherheit in der Fallanalyse als Basis für den Umgang mit Kindern, Eltern, Bezugspersonen, anderen Fachpersonen und Institutionen.


Ziele

Die Teilnehmenden

  • erarbeiten die Grundlagen der differenzierten Fallarbeit,
  • erwerben fachliche Grundlagen zur kindlichen Entwicklung,
  • verstehen die Bedingungen und Auswirkungen unterschiedlicher Formen von Elternschaft und bauen einen adäquaten Umgang mit unterschiedlichen familiären Konstellationen auf,
  • erkennen die gesellschaftlichen Bedingungen des Aufwachsens und der Konstruktion von Kindheit,
  • verstehen die sozial- und bildungspolitischen Herausforderungen der frühen Kindheit,
  • kennen die Effekte und Wirkungen pädagogischer Ansätze beziehungsweise Interventions-
  • formen in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung,
  • reflektieren ihr eigenes professionelles Handeln.
  • Inhalte

Zentrale Inhalte der Weiterbildung bilden die sechs Themenblöcke:

  • Allgemeine Einführung in das Thema und spezifische Einführung ins Fallverstehen (2 Tage)> Kind und Entwicklung (4 Tage)
  • Kind und Eltern (4 Tage)
  • Kind und Gesellschaft/Institution (3 Tage)
  • Professionelles Handeln (3 Tage)
  • Kolloquium (2 Tage)

Weitere Informationen finden Sie hier.


 

CAS Entwicklungspsychologische Beratung (EPB)

Leitidee

Die Entwicklung von Kindern ist in hohem Mass abhängig von der Beziehungs- und Bindungsgestal- tung ihrer primären Bezugspersonen (Eltern, Tages- und Pflegeeltern, Erzieher und Erzieherinnen). Das Säuglings- und Kleinkindalter ist deshalb ein Lebensabschnitt des Kindes, der an Eltern ganz besondere Herausforderungen stellt.


Ziele

Die Teilnehmenden

  • erhalten Kenntnisse der entwicklungspsychologischen Kriterien für die Beobachtung und eine ressourcenorientierte Haltung und Perspektive vermittelt,
  • üben genaues und differenziertes Beobachten und Beschreiben,
  • üben konzeptuell begründetes Verstehen, Erklären und Interpretieren der beobachteten Verhaltensweisen und Interaktionsdynamiken,
  • lernen, das Beobachtete und Wahrgenommene den Eltern im Beratungsprozess ressour-
  • cenorientiert zu vermitteln,
  • erweitern Beratungskompetenz für die frühe Kindheit,
  • erarbeiten Handlungsstrategien, die eine positive Eltern-Kind-Interaktion begünstigen und gemeinsam mit den Eltern umgesetzt werden können,
  • erlangen ein Verständnis der Bedeutung interdisziplinärer Kooperation in komplexen Fällen,
  • sind fähig, die Grenzen der Diagnostik- und Interventionsmöglichkeiten durch die EPB einzuschätzen.

Inhalte

Zentrales Element der Weiterbildung ist das Einüben differenzierter Verhaltensbeobachtung mit Hilfe von Videobeispielen. Inhaltsschwerpunkte sind:

  • Entwicklungspsychologische Grundlagen, Erkenntnisse aus der Säuglings- und Bildungs- forschung
  • Entwicklungskrisen, Regulationsstörungen, Störung der sich entwickelnden Eltern-Kind- Beziehung
  • Gefährdungen der Entwicklung des Kindes durch die Eltern-Kind-Beziehung, Interven- tionsmöglichkeiten
  • Psychosozial belastete Familien und gelingende Interaktionen, Unterstützungsmöglich- keiten von Familien mit entwicklungsbeeinträchtigten Kindern

 Weitere Informationen finden Sie hier.


 

EPB-Aufbaumodul ««Kinder psychisch kranker Eltern»"

«Kinder psychisch kranker Eltern»

Kooperation im Rahmen des Kompetenznetzwerks Frühe Kindheit

Leitidee und Ziele

In der Entwicklungspsychologischen Beratung (EPB) für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern begegnen wir auch psychisch kranken Eltern. Die psychische Erkrankung eines Elternteils ist ein erheblicher Risikofaktor für die Entwicklung des Kindes. Sie erschwert es Betroffenen, die Äusserungen ihrer jungen Kinder wahrzunehmen, adäquat zu interpretieren und feinfühlig zu beantworten. Dies gilt für Signale der Kommunikationsbereitschaft des Säuglings ebenso wie für Anzeichen seiner Überlastung.

Zusätzlich können das Einfühlungsvermögen und die Perspektivenübernahme eines kranken Elternteils durch anhaltend hohen Stress eingeschränkt sein. Oft werden Erleben und Verhalten des Kindes verzerrt wahrgenommen und können nicht im Rahmen der kindlichen Entwicklung verstanden werden. Krankheitsbedingte Interaktions- und Kommunikationsmuster beeinflussen die emotional-soziale, sprachliche und kognitive Entwicklung der Kinder tiefgreifend.

Die Entwicklungspsychologische Beratung bietet die Möglichkeit, die Äusserungen von Säuglingen und Kleinkindern zu «dolmetschen». Damit werden die Fähigkeiten der Eltern unterstützt, die Äusserungen feinfühlig wahrzunehmen und zu beantworten


Vorgehen

Psychische Erkrankungen aus der Erlebens- und Entwicklungsperspektive der jungen Kinder betrachten

Erkennen von Belastungen und Risiken an Videobeispielen

Empathischer Umgang mit Gefühlen und allfälligem Abwehrverhalten der Eltern bei gleichzeitiger Sicht auf den Bedarf der Kinder

Verständnis für die Bedeutung weiterer Bezugspersonen für das Kind erarbeiten, grundsätzlich und kompensatorisch für die Zeiten, in denen der kranke Elternteil, eingeschränkt verfügbar ist

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmerinnen eigene Fallbeispiele und Videoaufnahmen mitbringen. Dies ist jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Vorankündigung MAS Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE)

Weiterbildung für Fachpersonen der frühen Kindheit

Die PHTG bietet in Kooperation mit der Ostschweizer Fachhochschule (zuvor FHS SG) einen neu entwickelten Masterstudiengang (Master of Advanced Studies) im Bereich der Frühen Kindheit an. Dieser richtet sich an Fachpersonen der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (z.B. pädagogisches Personal in Kitas oder Familienzentren), Hebammen, Mütter- und Väterberaterinnen und -berater, Sozialpädagoginnen und -pädagogen oder auch Lehrpersonen des Kindergartens.

Der MAS «Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung» (FBBE) besteht aus folgenden vier Bestandteilen:

a) zwei Pflicht-Zertifikatslehrgänge im Umfang von je 15 ECTS-Punkten
b) ein Wahlpflicht-Zertifikatslehrgang im Umfang von mindestens 15 ECTS-Punkten c) das Mastermodul (Masterthesis und Disputation) im Umfang von 15 ECTS-Punkten

Interessierte Personen können sich gerne bei uns melden. Weitere Informationen sind ab Herbst 2020 auf unserer Website oder phtg.ch zu finden.

Auskunft

Carine Burkhardt Bossi, Bereichsleitung Frühe Kindheit  

Hinweis

Der CAS Pädagogik der Frühen Kindheit und der CAS Entwicklungspsychologische Beratung (EPB) können an einen späteren Master of Advanced Studies (MAS) «Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE)» angerechnet werden.

nach oben